Erkältung beim Hunden

Hund erkältet

Bei unseren geliebten Vierbeinern ist das Kranksein manchmal wie bei uns selbst. Hustet und schnieft deine Fellnase, so hat sie sich wahrscheinlich erkältet. Es kann sich dabei aber manchmal auch nicht um eine normale Erkältung handeln, sondern um eine andere Hundekrankheit. Die klassischen Erkältungssymptome weisen also manchmal auch auf andere Erkrankungen hin. Deshalb solltest du dir die Symptome deines Hundes sehr genau ansehen.

Erkältungen bei Hunden

Wie bei uns Menschen gibt es auch bei den Hunden die klassischen Erkältungssymptome, wie Nasenausfluss, Husten, tränende Augen, Abgeschlagenheit, erhöhtes Schlafbedürfnis und eine erhöhte Körpertemperatur. Natürlich müssen nicht alle Symptome zusammen auftreten, es können sich auch nur einige davon äußern. Auch der Verlauf einer Erkältung ist ähnlich wie bei uns Zweibeinern, so braucht auch der Körper eines Hundes ungefähr 7 Tage, um die Krankheit zu besiegen und sich zu regenerieren. Ein Warnzeichen ist, wenn sich die Körpertemperatur deines Hundes auf über 39 Grad erhöht hat. Dann ist davon auszugehen, dass der Körper erhebliche Probleme hat, der Erkältung Herr zu werden. Wenn dein Hund dann auch zu wenig trinkt oder gar das geliebte Fressen stehen lässt, dann ist es höchste Zeit einen Tierarzt aufzusuchen. Auch bei nicht eindeutig zuzuordnenden Krankheitszeichen ist es sinnvoll, den Rat eines Arztes einzuholen.

Staupe

Staupe ist ein recht merkwürdiger Begriff, hinter dem eine ernst zu nehmende Infektion mit dem Staupevirus verbirgt. Staupe wird über über Körpersekrete, wie Urin und Kot übertragen und ist deshalb sehr gefährlich für Hunde. Das Staupe-Virus ist zudem recht hartnäckig und schafft es mehrere Tage an der Luft zu überleben. Tückisch an der Staupe-Infektion ist das Krankheitsbild. Ein erkrankter Hund zeigt Krankheitssymptome, die sehr denen einer Erkältung ähneln. So gehören zu den Symptomen beispielsweise Husten, Nasenausfluss und Fieber. Einen entscheidenen und gut beobachtbaren Unterschied gibt es jedoch, denn im Gegensatz zur Erkältung ist das Nasensekret nicht durchsichtig, sondern eitrig gelb-grünlich. Außerdem können beim Hund an den Zehenballen oder der Nase Verhornungen auftreten. Da keine gezielte Therapie gegen die Staupe-Krankheit existiert, können vom Arzt lediglich die Symptome behandelt und die allgemeine Abwehrfähigkeit des Vierbeiners gezielt gestärkt werden. Eine Impfung gegen Staupe ist jedem Hundehalter unbedingt anzuraten, denn bekommt der Arzt die Symptome bei Ausbruch der Krankheit nicht in den Griff, so kann das sehr ernste Folgen für deinen Hund haben.

Zwingerhusten

Es muss nicht immer bedeuten, dass dein Hund erkältet ist, wenn er heftig und bellend hustet. Diese Symptome können auch Anzeichen für den sogenannten Zwingerhusten sein. Beim Zwingerhusten sind die oberen Atemwege des Hundes von Viren und Bakterien befallen. Insgesamt verursachen sie über eine Dauer von ungefähr zwei Wochen einen starken Hustenreiz und Atemprobleme. Daneben können auch andere Krankheitszeichen, wie Schnupfen, eitriger Augenausfluss, Fieber und Niesen auftreten. Leider ist Zwingerhusten ziemlich ansteckend und verbreitet sich leicht über Tröpfcheninfektion. Deshalb ist er gefährlich dort, wo viele Hunde aufeinander treffen. Bist du mit deinem Hund viel in Hundegruppen unterwegs, so empfiehlt sich eine Impfung gegen Zwingerhusten.

Niesen bei Allergien

Wenn ein Körper einen ungefährlichen Stoff fälschlicherweise als gefährlich einstuft, dann handelt es sich meinst um eine Allergie. Bei einer Allergie reagiert der Körper unter anderem mit Niesattacken, um so das Allergen wieder loszuwerden. Neben dem Niesen passiert es aber auch sehr häufig, dass die Haut stark juckt oder Ohren- und Bindehautentzündungen mit einer Allergie einher gehen. Typische Auslöser dieser allergischen Reaktionen sind Hausstaubmilben, Futterbestandteile oder Flöhe. Hast du den Reizstoff identifiziert, der deinem Vierbeiner Probleme bereitet, so versuche diesen aus dem Umfeld deines Hundes zu entfernen. Ist es dir nicht möglich, den Kontakt deines Hundes mit dem Reizstoff zu unterbinden, können Medikamente im akuten Fall Abhilfe leisten und Entzündungen im Körper deines Hundes bekämpfen.

Nasensekret durch Fremdkörper

Erkältungsähnliche körperliche Reaktionen können auch durch Fremdköper in der Nase hervorgerufen werden. Durch häufiges Niesen versucht der Körper den Fremdkörper loszuwerden. Wenn dieser Versuch nicht gelingt, so ist die Folge, dass durch die Niesattacken die gereizte Nasenschleimhaut anschwellen kann. Das führt dazu, dass vermehrt Schnupfensekret abgesondert wird. Ein weiteres Anzeichen für einen verklemmten Fremdkörper in der Nase ist, dass sich der Hund häufig mit den Pfoten über die Schnauze reibt. Wenn du diese Symptome in Kombination mit dem Verhalten deines Hundes beobachtest, dann solltest du das umgehend vom Tierarzt prüfen lassen.

Warum du das Auskühlen deines Hundes vermeiden solltest

Wenn es im Winter eisig kalt wird, solltest du auch deinen Hund vor extremer Kälte schützen.
Gerade Erkältungsursachen wie Viren benötigen kühlere Temperaturen, um sich schnell vermehren zu können. Im Verlauf einer Erkältung kann die Körpertemperatur deines Hundes über 39 Grad- also die maximale Normalkörpertemperatur von Hunden- ansteigen. Bei diesem Fieber des Köpers sterben einige Virenarten bereits ab.
Im Gegensatz dazu können Körperpartien deines Hundes durch eine nasskalte Umgebungstemperatur abkühlen. Dabei entstehen angenehme Bedingungen für Viren, denn die körpereigene Abwehr arbeitet infolge der Auskühlung nicht mehr so effektiv. Infolgedessen steigt das Erkältungsrisiko nun deutlich an oder die Infektion verschlimmert sich.

Unsere Tipps für Ausflüge bei Schnee und Kälte

  • Pflege der Pfoten: Du solltest die Pfoten deines Hundes regelmäßig mit Pfotenpflege-Balsam eincremen und bei Spaziergängen gestreute Wege vermeiden.
    Dabei können Hundeschuhe vor Salz und scharfkantigem Eis schützen.
  • Bei Anzeichen von Auskühlung deines Hundes solltest du den Spaziergang beenden.
  • Beim Spazieren im Dunkeln solltest du deinem Hund ein Geschirr mit gut sichtbaren Reflektoren anlegen.
  • Dein Hund sollte keinen Schnee fressen, da dies die Auskühlung fördern kann.
  • Bei längeren Ausflügen im Schnee sollte das Fell von Eisklumpen befreit werden, um zu verhindern, dass dein Hund zu kalt wird.
  • Nach dem Gassigehen solltest du deinen Hund gut abtrocknen und für einen warmen und zugluftfreien Ort sorgen.

 

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